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Ruhrtalradweg von Herdecke bis Witten mit dem WDR

„Fahrrad fahren auf dem Ruhrtalradweg, ist das für Dich überhaupt eine Herausforderung?“, fragte mich Moderatorin Susanna von der Aktuellen Stunde beim WDR. Etwas verschmitzt schaue ich mein eingesautes Mountainbike an – ich hätte es vor dem Dreh, meinem ersten Fernsehdreh, wenigstens putzen können. „Was heißt Herausforderung, ich mag es auch sehr gern, einfach zu radeln, dabei Tiere beobachten zu können und es etwas entspannter zu machen. Und das geht wunderbar auf dem Ruhrtalradweg.“

Was ziehe ich nur an zum Dreh?

Als Susanna mich anmailte und fragte, ob ich Lust auf einen Dreh hätte, kam das Mädchen prompt in mir durch. Meine größte Sorge war wirklich, was ich anziehen sollte für diesen Dreh auf dem Ruhrtalradweg. Theoretisch konnte die ganze Welt zuschauen, wenn Nico und ich am 02. Mai um 18.45 Uhr in der Aktuellen Stunde im WDR zu sehen waren.

Im Endeffekt entschied ich mich für mein oldschool Radel-Outfit, darin fühlte ich mich wohl und das pinke Shirt zusammen mit meinen Outdoormädchen-Ohrringen war das perfekte Outdoormädchen-Branding.


 

Unterwegs mit dem lustigen WDR-Team

Wir trafen uns um 9Uhr in Herdecke an der Radstation, hier wurden alle Bikes nochmal durchgecheckt, wir lernten das Team kennen und bekamen die Infos zur gesamten Drehidee. Unsere Tour war heute nicht da, um uns auszupowern: Auf 15km sollte es von Herdecke nach Witten gehen, unterm Ruhrviadukt hindurch, entlang des Harkortsees, weiter vorbei an der Zeche Nachtigall im Muttental und dann einmal noch übersetzen mit der Ruhrfähre in Witten bei der Ruine Hardenstein.

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Nico und ich waren gemeinsam unterwegs mit Susanna, unserer Moderatorin, die uns super von Frage zu Frage geleitet und alles organisiert hat. Robert, unser Kamermann, war ebenfalls mit dem Bike unterwegs und trotzdem filmte er entspannt einfach alles mit – mal mit der großen Kamera, mal mit der kleinen, und konnte wie ein Blitz sein Stativ auf- und abbauen. Dann war Andi dabei, der für den Ton verantwortlich war und uns professionell verkabelt hat und dem mein quietschender Reifen als erstes auffiel – das nervt ihm Audio natürlich enorm. Und dann entspannt und leger radelte noch Aron mit uns, der für alle Social Media Aktivitäten unterwegs verantwortlich war.
Wir drei vor der Kamera hatten normale Räder und strampelten brav die Kilometer runter – unser Team im Hintergrund hatte E-Bikes und ich hab es ihnen ehrlich gegönnt, denn mit dem ganzen Equipment und den Aufgaben, die sie ’nebenbei‘ vom Rad aus umsetzen mussten, grenzte es auch so schon an Akrobatik, dass niemandem etwas passiert ist. Wir zogen alle Blicke auf uns, das war klar.

Die Etappe auf dem Ruhrtalradweg

Wir hatten so ein Schwein mit dem Wetter, ich sag’s euch! Angekündigt waren Gewitter und Starkregen. Was für ein phantastischer Tag für eine gemütliche Radeltour. Aber hey, wir blieben trotzdem optimistisch und es sollte sich auszahlen. Als wir in Herdecke starteten, waren die Pfützen noch voller Wasser und die Bäume tropften noch, aber die Sonne schien und so würde es auch bleiben. Die Wege waren daher angenehm leer, niemand traute dem Wetter so recht. Für uns waren es die optimalen Voraussetzungen, um in Ruhe filmen zu können.

Ich war total begeistert, wie viel Viehzeugs unterwegs war. Wir haben Blesshühner brüten sehen, direkt neben dem Radweg. 10 kleine Entenküken saßen wie die Hühner auf der Stange auf einem Bootssteg, Nutrias nagten fröhlich auf irgendetwas herum, Graureiher standen statuengleich auf den Wiesen und ein Schwan ließ uns stolz seine sechs Eier sehen, die er gerade hütete. Und das mitten im Ruhrgebiet, ich meine, das ist doch wirklich wahnsinnig toll!

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Auf unserer Tour wurden wir beständig von den Rufen der Ruderer und Paddler begleitet, alle Radfahrer grüßten sich mit einem vergnügten „Moin“ und eine ältere Dame fragte uns, ob wir von der Zeitung wären mit unserer Kamera. Ähm… ja.

Wir fuhren auch durchs Muttental, vorbei an der Zeche Nachtigall. Die Industriekultur ist allgegegnwärtig, aber das stört die Natur nicht, sie holt sich zurück, was sie möchte und ich freue mich, mal wieder an dieser heute so gemütlichen Eventlocation vorbeizukommen. Das Muttental ist wirklich ein kleines Paradies auf unserer Etappe.

Wir trafen auch zwei der RuhrtalRanger, sie sind zwischen April und Oktober auf dem Radweg unterwegs und halten die Wege sauber, helfen Radlern, flicken Reifen, zeigen den Weg und sind einfach die gute Seele des Ruhrtalradweges. Mein quietschender Reifen konnte wieder eingerenkt werden – und ehrlich, das Quietschen war nicht extra für die Kamera, es war sogar einfach enorm nervig, gerade ja für den Ton! Wir haben das Beste draus gemacht und es einfach in den Dreh integriert.

 

Unsere letzte Station war dann die Ruhrtalfähre in Witten. Sie fährt fleißig den ganzen Tag hin und her und bringt vor allem Radler von einem Ruhrufer zum anderen. Gezahlt wird, was man möchte – es hängen einfach Kästen auf dem Schiff, in die man seine Münzen einwerfen kann. Wir schauen dem Ruhrwasser dabei zu, wie es träge immer weiterfließt, nehmen die neugierigen Blicke der anderen Passanten hin und radeln dann gemeinsam die letzten Meter zum Ü-Wagen des WDR. Unser Team war happy, dass dieser Dreh so gut geklappt hat und das Material jetzt pünktlich weiter verarbeitet werden konnte. Tobi, die gute Seele mit dem großräumigen WDR-Bus, hat uns dann wieder zurück nach Herdecke zu unserem Ausgangspunkt gebracht. Keine halbe Stunde später ging die Welt unter, Hagel, Blitz & Donner… wow, was für ein perfektes Timing!

Im Facebook-Live Video der Aktuellen Stunde konnten wir unsere Eindrücke schonmal pronto in die Welt hinaustragen:

Unser Beitrag in der Aktuellen Stunde vom WDR gibt es noch bis zum 10.06.2017 hier zu sehen:

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Merci an das ganze Team! Es hat mit euch mega viel Spaß gemacht und mit dem ganzen Equipment zu radeln verdient Hochachtung! Ich hoffe, ihr seid alle vom Unwetter verschont geblieben!

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V.l.n.r.: Aron (Social Media), Nico (Outdoorgourmand), ich, Susanna (Moderatorin), Andi (Ton), Robert (Kamera) (Foto: WDR)

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