Warum ich Joggen hasse und es trotzdem immer wieder mache – meine Tipps zum Durchhalten

Ich kann es nicht anders ausdrücken – für mich hat Joggen nichts von Entspannung… ich freue mich nur sehr selten drauf, wenn ich wieder den Entschluss gefasst habe, laufen zu gehen.

Warum ich mir damit so schwer tue? Hier meine Gründe:

  1. weil es nervt
  2. weil es nervt
  3. weil es nervt

Ihr seht schon, wo das hinführt… ich brauche meine Argumente wohl nicht weiter ausführen, meine Einstellung ist deutlich geworden und daran gibt es nichts zu rütteln.

Warum zum Joggen motivieren, wenn es doch nervt?

Tja, eine gute Frage. Die ‚Zeit Wissen‘ hat eine spannende und fundierte Reihe an Artikeln herausgebracht, warum Bewegung ein wahres Wundermittel ist – aber dann könnte ich ja auch Yoga oder Pilates machen. Will ich aber nicht.

Ich liebe es, draußen in der Natur zu sein und mich dort zu bewegen, so wie es mir gefällt. Beim Wandern, Kajaken, Klettersteiggehen oder Ski fahren, es gibt keine bessere Möglichkeit für mich, meinen Kopf frei zu bekommen und mich auszupowern! Da dürfte doch der Weg zum Joggen gar nicht so weit sein, oder?

Und doch ist er es für mich. Keine Ahnung, woran es liegt. Aufs Wandern und Co freue ich mich Tage vorher schon, wohingegen ich das nächste Jogging-Training immer gern hinauszögere. Immer das gleiche Spiel!

Erfolg beim Joggen
Ich stelle am Trainingsende immer wieder fest: leider geil

 

Und doch gehe ich immer wieder joggen, weil…

  1. … es sehr gut für die Ausdauer ist (die mir dann auch bei anderen Sportarten hilft)
  2. … den Körper insgesamt stärkt
  3. … gut für’s Herz ist
  4. … ein absoluter Fettverbrennungsmotor ist
  5. … man es überall machen kann
  6. … es echt günstig ist – im Grunde braucht man nur Laufschuhe
  7. … es so einfach ist – jeder kann es machen

Trotz dieser guten Gründe fällt es mir fast jedes einzelne verdammte Mal super schwer, mich aufzuraffen.

Tipps für mehr Motivation beim Joggen

  1. Setze Dir Ziele: 3km, 5km, 25km oder dann einen Marathon
  2. Ich verfolge mein Ziel mit der Sport-APP Endomondo: nach jedem Kilometer flüstert mir eine Dame ins Ohr, wie lange ich gebraucht habe und so weiß ich auch, wie viele Kilometer noch vor mir liegen
  3. Laufe mit Zombies um die Wette und gib Deinem Training dadurch Würze: zB mit der kostenlosen APP Zombie, Run oder der kostenpflichtigen APP Zombies Run
  4. Höre Deine Lieblings-Musik – es ist egal, ob sie schnell oder langsam ist, Hauptsache ist, dass sie Dir gefällt, denn das lenkt ab
  5. Belohne dich danach – mit einem leckeren Kakao, neuer Musik oder einer heißen Badewanne
joggen macht zufrieden
Geschafft! Endorphin-Ausschüttung olé!

 

Denn ‚leider‘ muss ich zugeben: nach dem Joggen geht es mir richtig gut! Erholt, nicht mehr verspannt, einfach nur zufrieden. Die warme Dusche und dann gemütlich aufs Sofa bilden ein perfektes Zusammenspiel. Warum muss bei mir nur immer der Anfang so schwer sein?

Wie geht’s euch denn? Habt ihr auch noch Tipps, wie man sich besser motivieren kann? Absolut beeindruckt bin ich von Axel, der mit Trailrunning angefangen hat und es einfach durchzieht, weil es ihn gepackt hat!

P.S.: Natürlich kam mir die Idee zu diesem Artikel beim letzten Jogging-Training! *hihi*

13 Kommentare zu “Warum ich Joggen hasse und es trotzdem immer wieder mache – meine Tipps zum Durchhalten

  1. Hi Outdoormädchen !

    Das kann ich absolut 100%ig unterschreiben, ich hasse das blöde Joggen ebenfalls, und trotzdem raffe ich mich während der Wintermonate jeden zweiten Tag doch noch auf und laufe meist im Dunkeln mit der Stirnlampe. Warum ? Ganz klar, weil ich mich, wie Du wohl auch, in erster Linie auf das “ danach “ freue ( …in meinem Fall eine heisse Dusche, einen starken Kaffee und das Sofa… ). Trotzdem freue ich mich jetzt schon wieder auf die Rennradzeit, und Bergtouren, und Hochtouren, und, und, und….

    So, und jetzt geht`s raus, joggen… ;)

    Liebe Grüsse..
    Marco

    1. Wuuuaaaaah… jeden zweiten Tag??? o.O Da bist du mir weit voraus :D
      Ich nehm dich mal als Vorbild, okay?

      Jeden zweiten Tag… der Wahnsinn! Und das, obwohl Du joggen hasst… krass! Respekt!

      1. Dankeschön !

        Das war, bzw. ist, so ein Vorhaben von mir für 2015, jeden zweiten Tag Sport zu machen. Egal ob jetzt Joggen, Wandern, Rad, Bergtour,… Und bis jetzt sieht es ganz gut aus, bin im Plan. Aber das Jahr ist noch lang… :)

        Heute war der erste Rennradtag – HURRA ! – ich sehe Licht am Ende des ( Jogging- ) Tunnels ! ;)

  2. Das kommt mir soooo bekannt vor …;-) Obwohl es mir nach dem Laufen immer super gut geht, kämpfe ich beim Joggen mit jedem Schritt!
    Mein ultimativer Motivationskick sind meine beiden Hunde. Denen macht das Joggen (sie können frei laufen) so viel Spaß, dass der Funke dann auch auf mich überspringt. Und raus müssen sie ja eh, also kann ich auch joggen gehen ;-)

    1. Hey Nima,

      oh ja… mit Hundis laufen, das wäre schön!!! Die strahlen wirklich eine unbändige Freude aus! Hab leider keine – aber mein Freund versucht seine Begeisterung fürs Laufen auf mich zu übertragen… klappt bedingt :-P :D

      Lieben Gruß!
      Corinna

  3. Liebe Corinna,
    da scheint es uns ähnlich zu gehen, nur mir in gaaaanz laaaangsam. Und ich habe zur Motivation lette Woche mein einmillionstes Blog eröffnet und motiviere mich mit einem trainingstagebuch auf http://www.unsportlich-na-und.de ;-)
    Ich entdecke beim Joggen immer Neues am Wegesrand, während des Laufens blogge ich im Kopf schonmal vor und schreibe dann direkt danach. Irgendwie hilft mir das. Weil ich ja auch finde, dass ich mich hinterher jedes Mal gut fühle und es meiner miserablen Ausdauer deutlich hilft.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Petra

  4. Hi Corinna,

    Ich habe vor ca 2 Jahren das Joggen intensiviert. Kurz bevor mein Sohn geboren wurde wollte ich nicht mehr ganz so viel Zeit für den Sport „verbrauchen“ und mich mehr auf die Familie konzentrieren. Da kam Laufen genau richtig. Start vor der Tür und nach 1-2 Stunden ist man fertig und wieder zu Hause.
    Anfangs ging es mir da ganz ähnlich wie dir. Wenn man noch nicht so gut durchhält, dann ist jeder Schritt einer zu viel. Aber mit der Zeit wird es besser.
    Mittlerweile bin ich relativ fit geworden und habe mir auch größere Ziele gesetzt. Ich laufe z.B. dieses Jahr zum ersten Mal beim Zugspitz Ultra Trail die Distanz über 36 km.
    Ich hole mir die Motivation durch
    – schöne, unterschiedliche, abwechslungsreiche Laufstrecken
    – Zielsetzung
    – Laufen in der Natur und in den Bergen (Trailrunning ist echt toll)
    – Dokumentation auf strava.com

    Ich freue mich (fast) immer aufs Laufen, weil es nach der Arbeit am PC auch eine gute Abwechslung ist und man ganz schnell abschalten kann. Musik brauche ich dafür keine. Da höre ich lieber Vögel zwitschern oder so.

    Viele Grüße
    Chris

  5. Hmmm… das mit dem Joggen ist bei mir immer so eine Sache. Als ich damit angefangen bin und die ersten Erfolge gesehen habe, war ich super motiviert.

    Später, wo ich wirklich weite Distanzen gelaufen bin, habe ich es einfach gemacht ohne groß zu überlegen und hatte dann zeitweise Probleme mit der Motivation.
    http://www.pooly.net/wenn-die-motivation-zum-laufen-floeten-geht-und-wie-man-sich-bei-laune-halten-kann/

    Ich denke mal, man muss sich „neue Ziele setzen“, die man erreichen will.
    Aber unterm Strich gesehen habe ich keine großartigen Motivationsprobleme.

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