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Meine Fußspuren auf dem Soča-Trail

Werbung// Und da waren wir, an einer der berühmtesten Stellen der Soča: Die großen Soča-Tröge sind ein einmaliges Naturschauspiel und immer eine kleine Wanderung wert. Und ich empfehle auch wirklich, ein paar Kilometer flussauf und -abwärts zu laufen, um wunderbar einsame und wilde Flussstellen zu finden, quasi direkt neben diesem international beliebten Hotspot.

Der Trail ist super ausgeschildert

Highlights entlang des Soča-Trails

Dieser Trail ist ein gut 27km langer Wanderweg, der von der Quelle der Soča bis nach Bovec verläuft. Wie der Name schon sagt, schmiegt sich dieser Weg immer nah am Wasser entlang und lässt uns Wandernden oftmals die Möglichkeit, das kristallblaue und kaltfrische Wasser zu genießen. Mit zahlreichen Hängebrücken und wassergeschleiften Felsformationen kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gerade bei sonnigem Wetter ist das Wasser klar und so unfassbar blau. Die Soča ist nicht ohne Grund einer der schönsten Flüsse Europas und zieht Jahr für Jahr Millionen Touristen an. Und hey, wir können uns jetzt auch freudig in diese Statistik einreihen – aber ich kann’s nur jedem ans Herz legen, auch wenn es im Hochsommer bumsvoll ist.

Freibad-Feeling an den Großen Soča Trögen

Der Soča-Trail verläuft gerade im unteren Teil auf sehr leichten Wegen, die zum Wandern nicht wirklich anspruchsvoll sind. Da die Landschaft drum herum aber so reizvoll ist, macht das gar nichts. Ich bin ausreichend beschäftigt mit Fotografieren und Genießen. Wer aber etwas mehr Kitzel braucht, wird dieses Terrain für einen ordentlichen Trailrun lieben! Ich würde empfehlen, flussabwärts zu laufen, denn auf dem gesamten Trail sind’s 930Hm runter. Und immer schön schneller sein, als einer der Bären, die hier im Nationalpark leben. Haha.
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Aber – und das hat mich im Triglav Nationalpark immer wieder überrascht – sobald wir uns von den Hotspots und ‚Hidden places‘ entfernt haben, haben wir nur wenige Meter weiter die Natur für uns alleine und einfach diese wunderschöne Wildheit der slowenischen Bergwelt mit allen Sinnen erleben dürfen.

Trauen wir uns also ein paar Schritte weiterzugehen, die Großen Tröge hinter uns zu lassen. Trauen wir uns einfach mal, etwas vom Weg abzubiegen und an einer seichten Flussstelle ins Wasser zu gehen, die Kälte mit jeder Faser des Körpers zu genießen und den breiten Kiesstrand zu bewundern.

Mein erstes Bad in der wilden Soča

Kurze Pause

Wir sind etwas südlich des Camp Soča über eine steinerne Brücke gegangen, vorbei am einsamen Baum auf seinem Felsen und noch ein gutes Stück weiter. Hier verläuft der Trail auch etwas abseits des Wassers, sodass wir das Gefühl hatten, einfach nur durch ein Tal zu wandern, das auch gern von Radfahrern frequentiert wird. Der Weg ist breit, führt durch einige kleinere Wäldchen, eröffnet immer wieder den Blick auf die Berge um uns herum, aber so das richtige Soča-Feeling kam bei mir noch nicht auf. Wo ist das kristallklare Wasser, die Hängebrücken, die weite Einsamkeit, die ich auf so vielen Fotos gesehen habe? Mich ödete dieser Teil sogar etwas an. Aber wie so oft ist es manchmal das Rechts und Links, was das eigentlich Interessante ist. Und so war es auch auf diesem Abschnitt.

Während alle anderen Wandernden einfach nur hier entlangtigerten und versuchten, der Wärme des Tages schnell zu entfliehen, nahmen wir mal hier und mal da einen schmalen Weg durch die Botanik und fanden uns bald an einer Hängebrücke wieder, die genau das zeigte, was ich mir gewünscht habe. Keine Menschen, azurblaues Wasser und das Gefühl, recht nah am Nirgendwo zu sein. Das einzige Geräusch, das dieses Idyll trübte, war das Motorengeräusch, das manchmal von der Straße auf der anderen Seite des Flusses hinüber schallte – denn, machen wir uns geografisch einfach nix vor: Wenn ein Fluss durch ein Tal geht, liegt direkt daneben die Straße, wo sollte sie denn bitte sonst verlaufen. Irgendwie kriegt man diesen auditiven Eindruck aber auf keinem Foto zu sehen, sodass ich doch etwas naiv überrascht war, dass natürlich die einzige Straße durchs Tal, auch direkt an der so wunderbar wilden Soca entlangführte. Es ist doch einfach ein sehr beliebtes Urlaubsziel, es gehört einfach dazu.

die perfekte Badestelle – für uns allein und mit Hängebrücke

Wir fanden unsere perfekte erste Badestelle: ein herrlich breiter Kieselstrand mit absolut seichtem Wasser, nicht direkt am Weg, sodass hier wirklich einfach keine Menschen vorbeikamen. Genial! Die Wassertemperatur war definitiv einstellig, meine Füße fingen sofort an zu schmerzen. Egal. Hier ging es um die Soča, hier ging es um 30 Sekunden im Wasser, um danach wieder frohen Mutes die Hitze des Tages ertragen zu können. Ich war noch nie so oft baden, wie in diesem Bergurlaub, aber es war absolut notwendig und genial!

Zum richtigen Schwimmen war diese Stelle definitiv zu flach, dafür waren hier viele Steinchen zu Halbkreisen gebaut worden, sodass wir uns fast ohne Strömung tunken konnten. Mein Blick ging mit dem Flussverlauf das Tal hinab und während meine Zähne langsam wieder aufhörten zu klappern, grinste ich bis in die letzte Haarspitze hinein. Herrlich.

Auf schmalen Pfaden zur perfekten Stelle mit Arschbombenzertifizierung

Wir liefen den Soča Trail auch etwas flussaufwärts, vom Parkplatz an den Großen Soča Trögen aus gesehen. Hier sollte uns ein spannenderer Weg erwarten, mit einem deutlich engeren Flusslauf und einer phantastischen Schwimmstelle mit Arschbombenzertifizierung. Es waren nur ca 2km vom Ausgangspunkt entfernt, daher würde ich es keine eigene Wanderung nennen, aber der Weg glich in keiner Weise demjenigen, den wir anderntags flussabwärts gegangen sind. Es ist wirklich unglaublich, wie schnell sich die Natur hier verändert und die Soča das gesamte Tal bestimmt.

wunderschön
obacht an der Kante

Unser Weg war heute deutlich schmaler, steiniger, verwunschener. Ich liebte ihn. Allerdings konnten wir hier den anderen Urlaubern nicht so leicht aus dem Weg gehen. Es tummelte sich alles ein wenig und wenn wir mit unseren Kleinen etwas langsamer waren, weil gerade die Motivation nicht mehr so wollte und kein Gummibärchen der Welt mehr helfen konnte, wurden alle auf dem Weg langsamer. Wir versuchten so oft wie möglich eine Ausweichstelle zu finden, um den Stau aufzulösen.

Herrlich war, dass die Soča hier deutlich schmaler und tiefer war als südlich der Großen Tröge – es gab auch ein paar Hängebrücken mehr, es war genau so, wie ich es mir erhofft hatte!

heute schmale Wege auf dem Trail
Blick vom Trail, über den Fluss, hinauf direkt zur Straße

Unser Ziel war auch an diesem Tag eine schöne Badestelle. Und im Nachhinein konnten wir uns nicht entscheiden, welchen Ort wir besser fanden, da sie einfach zu unterschiedlich und beide genial waren. Diese Badestelle hier lag direkt am Wanderweg, einige große Felsen dienten als Ablage für unser Equipment und die Snackdosen. Wir waren nicht die einzigen hier, aber es war einfach zu gut. Ein großer Felsen im Wasser eignete sich hervorragend, um arschbombig in die Soča zu tauchen, andere große Felsen hielten die Strömung so weit ab, dass es ein echt ruhiges Planschen war. Wie Seerobben saßen wir alle nach dem Sprung ins kühle Nass auf den Felsen und trockneten und sonnten uns wieder, um die leichte Blaufärbung unserer Lippen verschwinden zu lassen.

Rein ins kühle Nass
herrlich, aber kalt wie nix

Ich kann euch also wirklich nur empfehlen, immer die Augen offen zu halten. Es gibt so viele tolle Badestellen hier, das ist unfassbar. Und wenn ihr eben nicht diejenigen auswählt, die nah dran an den Parkplätze sind, habt ihr echt die Chance auf ein angenehmes Maß an Menschenfülle und ein wundervolles Naturerlebnis. So, wie ich mir die Soča gewünscht habe.

>Hier kommt ihr zum Soča Trail auf Outdooractive

Dieser Blogbeitrag entstand in Zusammenarbeit mit adidas. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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