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Off-Season mit dem VW-Bus durch Süd-Schweden (Teil 2)

10 Tage Outdoor-Roadtrip in wunderbarer Kälte und Zweisamkeit

[Werbung // Dank Webasto konnten wir diese Pressereise unternehmen]

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Tour 6: Pilze sammeln in der Region Småland

Erst sucht man den richtigen Pilzkopf, dann schaut man sich die Lamellen drunter und den Stiel an, ist man sich soweit sicher, wird der Pilz gekappt und anhand der Schnittfläche und der Färbung entschieden, um welchen Pilz es sich handelt und damit ob er genießbar ist.

Wow, also erstens hab ich die Pilze fast immer übersehen, und dann wäre ich trotz Bestimmungsbuch völlig aufgeschmissen gewesen. Zum Glück hatten wir eine erfahrene und super sympathische Pilzsammlerin als Guidin dabei, die sowohl die besten Plätze wusste als auch die Pilze richtig bestimmen konnte. Wir stiefelten 3 Stunden durch schwedischen Mooswald, querten kleine Höfe und starrten wie bescheuert auf den Boden. Als es zu nieseln anfing, kehrten wir zurück und kreierten aus unserer Sammlung von zumeist Hexenröhrlingen ein einfaches, aber herrliches Festmahl. Selbst gesammelt, mit Knoblauch und Bacon geröstet und auf Toast mit viel Butter serviert schmecken sie einfach unheimlich lecker. Das war mein erstes Mal, dass ich Pilze gesammelt hab – es hat definitiv was Meditatives und ich war so stolz auf mich.

Abends blieben wir nochmal am selben Stellplatz. Die Seesicht hat uns einfach so gut gefallen und wir hatten ja keine Eile. Toll, wenn man so unabhängig ist.

Erst Pilze sammeln
Dann Pilze putzen
Mit Knofi-Toast – omnom

Tour 7: Wanderung auf dem Öresundsleden mit Abstecher zur riesigen Strandgutkunst Nimis

Auf der Kullen-Halbinsel haben wir an einem Tag so viel entdeckt, dass diese Übersicht dem Erlebten nicht gerecht werden kann. Ganz an der Spitze der Halbinsel besuchten wir den pittoresken Leuchtturm, folgten den Steinmännchen zu geheimen Höhlen direkt an der Küste und bestaunten die schroffe Steilküste, wenn die Sonne sich durch die Wolken rang. Hier würde ich sehr gern noch einmal hin und mehr Zeit mitbringen.

Unsere Pilz-Guidin hat uns außerdem einen Abstecher bei der Strandgutkunst Nimis ans Herz gelegt. Kunst? Interessiert mich das überhaupt? Und ob! Denn dieses Bauwerk ist einfach nur krass und riesig und ich kam mir vor wie in Nimmerland bei Peter Pan. Ich hatte immer etwas Schiss, dass die Konstruktion irgendwo zusammenbrechen würde, schließlich steht sie hier seit 1980. Aber meine Neugierde und Faszination waren zu groß, um hier nicht drin rumzuklettern. Mehr über die brisante kulturpolitische Geschichte von Nimis könnt ihr bei Wikipedia nachlesen.

Kullaberg mit bestem Wetter
Das ist mal ne Steilküste
Nimis, alles aus Strandgut gebaut
Wie im Nimmerland – seit 1980, hält das noch?

Abends suchte ich uns über die App einen Stellplatz am Strand bei Ängelholm. Hier war es mit 5 anderen Autos verhältnismäßig voll und es regnete. Leider sind nach Saisonschluss meistens die öffentlichen Toiletten auch an so Badeorten geschlossen. Hier war es dann etwas schwierig zu toilettieren, wenn drum herum andere Autos standen. Dafür war aber ein Abendspaziergang am Strand ein unbezahlbarer Ausgleich dafür. 

Tour 8: Ein ‚mal eben‘-Städetrip nach Lund und Malmö

Unseren letzten ganzen Reisetag verbrachten wir mit einem kleinen Städtetrip nach Lund und Malmö. Die Architektur, die Kirchen und die kleinen Cafés für eine schöne Fika haben es uns echt angetan.

Die letzte Nacht in unserem echt liebgewonnen Cosy-Mobil verbrachten wir am Strand von Klagshamm – die Öresundsbrücke direkt vor der Nase. Es war so verdammt windig, dass wir unseren Stellplatz so aussuchten, dass uns nachts kein Baum treffen würde – sollte sich einer wirklich überlegen umzufallen. Zum Glück passierte nichts und Schweden verabschiedete sich am nächsten Morgen von uns mit einigen stürmischen Böen und einem herrlich verwaschenen Wolkenhimmel.

Botanischer Garten in Lund
Weiter nach Malmö
Hauptbahnhof in Malmö
Letzter Abend mit Blick auf die Öresundbrücke

Sofort nochmal: Mein Fazit zu 10 Tagen im VW-Bus durch Süd-Schweden

Klar, dass ich von dieser Tour begeistert bin. Ich habe sie uns eigens zusammengestellt und gerade im Herbst oder Frühjahr ist ein Bus mit Standheizung der perfekte Begleiter, um unabhängig und weg vom Trubel zu sein. Die schwedische Ruhe genießt man am besten an einem versteckten Stellplatz am See. Der Trubel der Saison ist vorüber und die Sommertouris gehören der Vergangenheit an.

Natürlich hat off-season nicht jedes Restaurant und nicht jeder Campingplatz geöffnet. Aber es geht ja eh nichts über Selbstgekochtes im Bus an einem idyllischen Platz deiner Wahl, oder?

Ich denke, dass man diese Tour auch als Rundtour in 10 Tagen machen könnte, um wieder am Start auszukommen. Dazu müsste die Tour anders aufgeteilt werden und täglich wären nicht ca. 2 Stunden Fahrtzeit zu rechnen, sondern mehr, denke ich. Aber es gibt ja sowieso noch so viel mehr in Süd-Schweden zu entdecken als auf meiner Reise.

Wie wäre es zum Beispiel mit Seekayaken im Meeresnationalpark Kosterhavet? Da hat bei uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zu gern hätte ich die Küste vor Schweden vom Kayak aus unsicher gemacht – so wie ich schonmal Seekayaken in Wales war. Aber das bedeutet ja einfach, dass ich wiederkommen muss, oder?

Danke an Webasto, die diese Reise möglich gemacht haben. Und danke an proteco, v.a. Petra Romero, für die gute Organisation.

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