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The baby is calling and I must go – Auf einmal bin ich Mama, und jetzt?

Tadaaaa, da guckt ihr, was? Ich versuche mich seit Neuestem darin, eine kleine Räubertochter aufzuziehen und ihr unsere schöne wilde Welt zu zeigen. Warum es hier aufm Blog nie was dazu zu lesen gab? Das war eine bewusste Entscheidung, denn zum Outdoormädchen gehören meiner Meinung nach keine Schwangerschaftsbeschwerden, Babyduddeliegedanken und #dickbauchdienstage.

Von nun an wird es aber natürlich so sein, dass man auf Fotos unser neues Familienmitglied hin und wieder sehen wird. So wie eben auch Nico mir hin und wieder vor die Linse läuft. Seltsam wäre es dann, wenn es komplett unangekündigt passierte. So, „hoppsa, wo kommt das Blag denn her? Wem ist das? Geht das wieder wech?“ Mein Credo war und ist nämlich: Man kann die Welt nicht nur den Idioten hinterlassen.

Wenn der Gurt vom Chalkbag nicht mehr passt- 5. Monat

Daher gibt‘s hier einen kurzen Einblick in meine letzten 9 Monate, die quasi alles ‚hinter den Touren‘ erzählen.

Meine Schwangerschaft und meine Outdoor-Leidenschaft

Körperlich waren für mich die 9 Monate als werdender Kugelfisch relativ einfach zu bewältigen, wenn man sich mal durchliest, was alles so für Spacken im Körper passieren können. Im 3. Monat fuhr ich mit dem Bulli durch Süd-Schweden, bis in den 6. Monat hinein ging ich regelmäßig toprope Klettern und bis Mitte des 9. Monats war ich noch wandernd und radelnd unterwegs. Alles in Maßen, keine weiten Märsche mit krassen Anstiegen, keine riskanten Kletterrouten und statt Mountainbike dann doch das kugelfisch-gerechte Hollandrad.

Kugelfisch Ende des 8. Monats auf dem Ruhrtalradweg

Insgesamt war ich einfach deutlich müder als sonst (wow, hab ich viel geschlafen), war nach 10km wandern tot wie 1000 Mann und hab gegen Ende der Schwangerschaft gerade noch so meine 5km Hausrunde zur Hausburg geschafft und selbst die fand ich dann irgendwann doof. Ich hab immer versucht auf meinen Körper zu hören und es ist ja logisch, dass die Kraft und Energie woanders mehr benötigt werden als sonst.

Wo wir dann direkt beim nächsten Punkt ankommen: Wie gut hab ich die Schwangerschaft psychisch verkraftet?

Oh man ey… Sagen wir mal so: ich wusste ja, dass mein Körper für einige Zeit einfach richtig krassen Scheiß hinlegt und ein ganzes Menschlein erschafft, dennoch fiel es mir unglaublich schwer, mich mit meiner zeitweisen komatösen Lethargie anzufreunden, denn mein Kopf wollte wie die letzten 33 Jahre einfach das Draußen genießen.

Nachdem ich mich in Schweden nach einer 14km-Wanderung wegen Unterleibsschmerzen kaum noch auf den Beinen halten konnte (ja, war wohl nicht so geschickt), hab ich echt gedacht, das geht jetzt noch bis zur Geburt so. Die Wanderung hatte keinerlei Höhenmeter und trotzdem war ich feddich wie nix. Wie soll mein Kopf das bitte verstehen? Gefühlt ging ich von meiner persönlichen 100%-Leistung auf 0% innerhalb von wenigen Wochen, obwohl mein Körper sich äußerlich noch nicht viel verändert hatte.

Nach Ende des 4. Monats hatte ich wirklich keine Lust mehr schwanger zu sein. Ich bin ja soooo geduldig… Auf der anderen Seite freute ich mich immer mehr auf unsere Kleine und wie wir ihr die große weite Welt würden zeigen und erklären können. Ihre ersten zarten Tritte in meinem Bauch fühlten sich an wie Muskelzucken, die dicker werdende Plauze zog im Unterbauch, als ob man nach einem zu langen Lauf kurz vor einer Bauchmuskelzerrung steht. Und trotzdem war die Faszination ungemein groß, dass in wenigen Monaten eine kleine Räubertochter das Licht unserer Welt erblicken würde, voller Abenteuerlust und einer unbändigen Neugierde.

Pimp your trousers… wenn der Bauch nicht in die Hose will^^

Recht schnell wollte mein Bauch sich nicht mehr in meine normalen Hosen zwängen lassen – und trotzdem konnte und wollte ich, solange es ging, nicht auf meine geliebte gelbe Fjällräven-Hose verzichten. Ich mein, hallo, die ist mir ja quasi auf den Leib geschneidert und mein Markenzeichen. Und so wurde ich kreativ. Erst dehnte ich die Hose am Knopfloch mit einem einfachen Haarband, später baute ich mir mittels eines Gummibands einen dehnbaren Gürtel für die Hose – denn schließen konnte ich sie nicht mehr. So konnte ich die Hose immerhin bis irgendwo in den 5. Monat hinein tragen – das letzte Mal auf meiner Winterwanderung im Hochsauerland mit einem schönen langen Shirt drüber, damit man nicht sieht, dass auch der Reißverschluss sowas von gar nicht mehr zugeht.

Danach habe ich nur noch Leggins und Röcke aus Jersey getragen. Wenn der Bauch Platz will, will der Bauch Platz. So einfach ist das. Und in Leggins unterwegs zu sein ist auch echt bequem.

Outdoor-Sport in der Schwangerschaft

Ich habe während meiner Kugelfisch-Zeit viele Blogbeiträge gelesen zu ‚Outdoor-Sport in der Schwangerschaft‘ und auch schon zu ‚Wandern mit Baby‘, um die Sicherheit zu bekommen, dass das auch mit Kind weiterhin möglich ist und man sich nicht so verrückt machen lassen darf und das eigene Leben mit Kind dann nicht schlagartig vorbei ist. Mein Plan war und ist es, nicht zu viele Pläne zu machen und es auf mich, auf uns, auf die Kleine zukommen zu lassen.

Das hat in der Schwangerschaft auch schon recht gut funktioniert. Statt Baby-Zeitschriften hab ich weiterhin meine Outdoor-Zeitschriften gelesen, bin sporteln gewesen, wenn ich mich gut gefühlt hab und war faul, wenn mein Körper danach verlangte. Nico und ich planen für den Spätsommer bereits Urlaub in unserer gemeinsamen Elternzeit – und bestimmt kommt noch der ein oder andere Trip dazu. Je nachdem eben, wie die Kleine drauf ist und wie wir uns mit ihr und der Gesamtsituation fühlen.

Ich glaube daher nicht, dass ich großartig was zum Thema Outdoor-Sport in der Schwangerschaft selbst beitragen kann, denn ich hab einfach gemacht, wie es sich je nach Tagesform gut angefühlt hat.

Ich zeige euch einfach meine liebsten Blogbeiträge von anderen Ladies zu dem Thema. Denn wenn mir die Schwangerschaft eins gezeigt hat, dann das, dass jede super individuell ist.

》Entdeckt meine 7 liebsten Blogbeiträge zu Outdoor-Sport in der Schwangerschaft

Sehr treffend fand ich den Vergleich eines Sportwissenschaftlers, dass jeder Tag einer Schwangerschaft mit einem 10km-Lauf zu vergleichen ist. Heidewitzka, seitdem verstehe ich, warum ich ständig müde war.

Wird aus dem Outdoormädchen jetzt die Outdoormama?

Posing mit und ohne Bauch am Strand

Puh, nö. Ich möchte euch weiterhin ohne Babyfokus mit auf meine kleinen und großen Abenteuer nehmen. Wahrscheinlich sind die ersten Touren kleiner als normalerweise, aber so wie man am Berg immer auf den langsamsten acht gibt, nimmt man in einer Familie auf die Kleinsten Rücksicht. Unsere Kleine muss ja erstmal in dieser neuen Umgebung klarkommen und wir als Eltern müssen erstmal lernen zu verstehen, was der kleinen Quengeline am Herzen liegt. Ich finde, dass der inflationär benutzte Begriff der Achtsamkeit hier einen neuen Blickwinkel bekommt, der uns allen manchmal gut tun würde: Ein Baby zwingt einen einfach zu mehr Aufmerksamkeit, Rücksicht, Luft holen, den Moment zu genießen.

Hallo Räubertochter ♡

Bestimmt gibt es ab und an irgendwas über die Kleine zu lesen. Aber grundsätzlich bleibt mein Outdoormädchen, wie es ist. Ich bin ja auch weiterhin dieselbe Person wie vor der Kugelfisch-Zeit und habe Wünsche und Ideen, die nichts mit artgerechter Babyaufzucht zu tun haben. Und sollte mich doch der ultimative Babyrausch überkommen, wird es hier aufm Blog einfach zwischendurch mal ruhiger, bis ich wieder bei Besinnung bin. Ich freu mich auf jeden Fall wahnsinnig auf diese neue Zeit mit allen Spagaten, die kommen mögen.

W
Baby-Body von „Ein schöner Fleck Erde“ aus Österreich

Willkommen, kleine „Hochwilde“ von „Ein schöner Fleck Erde“

Werbung // Euch ist wahrscheinlich der Body im Headerbild aufgefallen, oder? „Ein schöner Fleck Erde“ aus Österreich stellt solche süßen Klamotten für die Kleinsten her, immer mit einer bestimmten Topographie, das perfekt die Trägerin oder den Träger beschreibt. Beim Mädels-Body ist es die „Hochwilde“ in den Ötztaler Alpen mit 3.480m und „nur für Geübte“. Ein Baby ist definitiv nur was für Geübte. Die Hochwilde schreit doch förmlich nach einer Erweiterung meiner Bucketlist! Super finde ich auch, dass der Body und alle anderen Produkte von ESFE bio & fair produziert werden.

Minishirt für Räubertöchter
In das Shirt von ESFE muss die Kleine noch reinwachsen

Für etwas größere Mädels gibt es dasselbe Motiv auch als T-Shirt mit niedlichen Rüschen an den Ärmeln. Herzlichen Dank an „Ein schöner Fleck Erde“ fürs kostenlose Bereitstellen dieser beiden Klamotten. Sie sind für mich das perfekte Geschenk für bergbegeisterte Eltern und Babies.

Alle Kinder-Produkte gibt es im Shop – dort gibt es auch zwei wunderschöne Geschenk-Sets zur Geburt.

In schöner Verpackung zum Wiederverwenden kommen Body und Shirt

14 Kommentare zu “The baby is calling and I must go – Auf einmal bin ich Mama, und jetzt?

  1. Na das ist doch super, herzlichen Glückwunsch und alles Gute weiterhin. Genieß die Zeit, denn sie vergeht schneller als gedacht und manchmal gewünscht :)

    Viele Grüße

    Bert

    1. Danke Dir, Bert! Oh man, da sagst Du was. Zeit fühlt sich gerade ganz anders an als gewohnt. Die Tage verfliegen, unsere Kleine ist jetzt schon kein Neugeborenes mehr – immerhin ist sie 7 Wochen alt. Tempus fugit^^

      Lieben Gruß
      Corinna

  2. Uiiiiii, ganz herzlichen Glückwunsch!! <3 Ich hab ja echt überhaupt nix gerallt bis dato! Ich wünsch Euch alles Gute und dass es einigermaßen lässig weiterläuft, denn bis hierhin klang das – trotz allem – ja wie ein Kinderspiel. ;)

    Liebe Grüße
    /inka

    1. Hahaaa, Inkaaaaa – das geht natürlich runter wie Öl. Lässig versuchen wirs weiter und sind, denke ich, auf nem guten Weg.
      Also, hoffe ich^^ Und irgendwann ist die Kleine groß genug, um zu sagen, dass sie outdoor doof findet :D :D :D
      Dann wird sie ins Ferienlager abgeschoben^^

      Liebe Grüße!

  3. Wie schön! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für euch.

    Wenn die Räubertochter dann mal selbst mitspringt, melde dich! Unsere Frischlingstouren sind schöne kurze Rundwanderwege, die ganz wunderbar mit kleinen Kindern machbar sind.

    Liebe Grüße Jasmin & Co. von den Zollernalb-Mädels

  4. Hach wie schön, als begeisterte Mama und Oma freue ich mich total über eure Räubertochter. Es wird eine spannende Zeit, das ist garantiert und sie wird wunderschön, bis auf die Pannen und die kommen ebenso garantiert.

    Also meinen herzlichen Glückwunsch an die kleine Familie. Ihr werdet immer Wege finden alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen und dabei glücklich zu sein. Dessen bin ich mir sicher.

    Liebe Grüße von der OutdoorOma
    Elke

    1. Hey OutdoorOma Elke, :D

      danke Dir! Oh ja, spannend ist ein Begriff, der es in Summe trifft, glaub ich^^
      Ich bin so gespannt, wie ihr erstes Mal Campen wird, ihr erstes Mal Paddeln, ihr erstes Lagerfeuer.
      Ich freu mich so drauf, ihr das alles zu zeigen!

      Liebe Grüße
      Corinna

  5. Hei Corinna und Nico, Herzlichen Glückwunsch Euch dreien! Das ist echt ne tolle Überraschung und ich wünsche Euch viel Spaß, gutes Wetter, wenig Mücken und tolle Zeltplätze beim wandern mit Kind!

    (Wenn Du übers trekking mit Baby lesen möchtest, dann kannst Du mal bei Bedrock & Paradox und Paragonian Dreams nachlesen was alles möglich ist!)

  6. Hi Corinna, hi Nico,
    herzlichen Glückwunsch zu Eurer „hochwilden“ Räubertochter!
    Genießt die Zeit zu Dritt und entdeckt mit ihr zusammen die Welt nochmal ganz neu. Und wenn Ihr der Kleinen die Alpen zeigen wollt, dann sagt Bescheid!
    Alles Gute Euch Dreien!
    Uli

    1. Uliiii, danke Dir!
      Ja, die Weltsicht ändert sich wirklich. Und wird es auch weiterhin – es ist so spannend. und anstregend :D

      Ja klaro sagen wir dann Bescheid. Erstmal zeigen wir der Kleinen den Gardasee im September^^

      Liebe Grüße!

  7. Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eurer Tochter! Ich freue mich mit euch und wünsche euch eine wunderbare Zeit. Kinder sind das Größte!

    Viele Grüße und hoffentlich bis bald mal wieder,

    Jens

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