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‚Loslassen‘ von Katharina Finke – Rezension & Verlosung

Das Buch hat zweierlei mit mir gemacht: zum einen überraschte mich sein Inhalt, ist es doch weit mehr Geschichtenerzählen als Loslassen im praktischen Sinne und zum anderen hat es mir endlich eine Erkenntnis an die Hand gegeben. Für mich selbst. Und so kann ich jedem empfehlen, dem das Reisen und Entdecken so nah geht wie mir, dieses kurzweilige Buch zu lesen.

Loslassen – mehr als der populäre Minimalismus

Ehrlich gesagt geht mir dieser Bohei um den Begriff Minimalismus ein wenig auf den Senkel. Alles und jeder muss jetzt Minimalist sein. Man befreit sich, man erlebt sich neu, blabla. Und irgendwer verdient doch wieder nur Geld damit. Beruhigend, dass sich die Autorin Katharina Finke mit dem Begriff auch nicht so ganz identifizieren kann, aber auch sieht, dass sie oft nach diesem weitgefächerten Prinzip lebt. Ihr Wunsch? Frei umherreisen. Ihre ToDos? Die üblichen Verdächtigen: keine feste Wohnung, keine Festanstellung, kein festes Ziel. Ihr Traum? Schreiben & Reisen.

In ‚Loslassen‘ stolpert Katharina Finke die ersten Kapitel durch ihr Leben, beginnt beim Abi und den Jahren danach. Es geht ihr wie es vielen von uns in der Lebensphase ging. Schule ist weg und was nun? Alles entdecken? Doch was studieren? Wenn ja, was? Katharina hat immerhin ein festes Ziel, sie möchte schreiben, seit sie klein ist. Perfekt scheint also ihre Ausgangslage zu sein, um Journalismus zu studieren und dann als rasende Reporterin in der Welt unterwegs zu sein. Und die Kurzfassung wäre auch genau das. Nur zeigt die Kurzfassung nicht auf, was Loslassen bedeutet, was es für die persönliche Entwicklung von Katharina bedeutet.

Witzigerweise hatte ich vom Buch erwartet, dass es mir lehrerhaft Tipps und Anweisungen mitgeben würde, wie ich es schaffe loszulassen und wie ein so freies Leben aussehen kann und sollte. Erstaunt stellte ich dann fest, dass das Thema Loslassen ein ganz persönliches der Autorin ist. Katharina lässt sich los, ihre Heimat, die Vorstellungen ihrer Eltern, die sie lange für ihre eigenen hielt und auch ihren langjährigen Freund. All das lässt sie los für ihren Hunger nach Neuem, Anderem, Abwechslungsreichem. Ob New York, Australien, Island oder auch kurz mal Hamburg, Kern ihrer Reisen ist das Arbeiten und das Schreiben. Und das kann sie, denn obwohl ich sonst bei längeren Reiseerzählungen ein Gähnen unterdrücken muss, merkt man bei ‚Loslassen‘, dass das Schreiben wirklich ihr Steckenpferd ist. Die 220 Seiten lesen sich galant am Stück herunter, Sätze fließen in Sätze und ergeben ein großes Geflecht, das einen so schnell nicht loslassen möchte.

Viele Reisen, viele Eindrücke, viel für mich?

Ich war vor allem neugierig auf das Buch, weil ich als Bloggerin auch ständig mit diesem Thema ‚Reisen als Beruf‘ konfrontiert werde. Instagram, YouTube & Co geben ihr Übriges, mich zum Grübeln zu bringen, ob ich mit meinem stabilen 9 to 5 Job irgendwas im Leben falsch mache. Und ob es das ist, was ich möchte oder das, was man ‚halt so macht‘. Es scheint auch so anders möglich zu sein und so viel freier.

Ja, das ist richtig.

Und deswegen war ‚Loslaseen‘ für mich eine gute Lektüre. Katharina berichtet offen über ihre verschiedenen Alltagsmomente, darüber, dass sie beim Tod ihrer Oma nicht dabei sein konnte, dass sie es nicht länger als nötig in Deutschland ausgehalten hat, dass ihre Eltern ihr oft fehlen. Klingt jetzt alles recht negativ, richtig?

Ich glaube, jeder liest so ein Buch auf seine eigene Weise und das muss auch so sein. Wenn es das ist, was für mich prägend in Erinnerung geblieben ist, dann bin ich doch wohl eher der sesshafte Typ und pupse gern zum wiederholten Mal in meinen eigenen kuscheligen Ohrensessel, der der Gegensatz zum Minimalismus darstellt. Und dafür möchte ich Dir danken, Katharina.

Ich glaube, dass sich viele von euch da draußen mit der Fragerei herumplagen, ob es richtig ist, was sie machen oder ob sie doch mit Schreiben ihren Reisetraum verwirklichen können oder diesem ‚passiven Einkommen oder mit was auch immer. Es ist ein hartes Business, Katharina verschließt die Augen nicht davor, für sie ist aber klar, dass es ihr Leben ist und es genau das ist, was sie persönlich möchte.

Minimalismus ist in Summe nicht meins, dennoch versuche ich mich auch von manchen Dingen zu trennen, hinterfrage öfter, ob ich dies und daas wirklich benötige, ob es einen Erinnerungsweert für mich hat. Und so ist es nur der nächste logische Schritt, wenn ich mein Exemplar (mit Kommentaren im Buch^^) von ‚Loslassen‘ an meine Blogleser verlose.

Buchverlosung – ‚Loslassen‘

Katharinas Geschichte ist ihre ganz persönliche, die nun Millionen Menschen lesen können. Wie jeder diese Erzählung wahrnimmt, welche Schlüsse er oder sie zieht, liegt ganz im Individuum selbst. Mir hat das Buch ein wenig geholfen, vielleicht wird die eine oder der andere nach dieser Verlosung seine Gedanken besser geordnet haben. Ich wünsche es euch, denn ich glaube, dass ich nicht die einzige bin, die sich immer wieder große und kleine Gedanken macht, was es bedeutet, frei zu sein.

Schreibt mir einfach unter diesen Beitrag, wie oft ihr im letzten Monat über den Begriff ‚Freiheit‘ oder ‚Selbstbestimmung‘ nachgedacht habt und tragt bitte eure Emailadresse im Feld dazu ein. Dann kann ich euch im Gewinnfall erreichen.

Die Verlosung startet jetzt und endet am 03. Mai um 23:59Uhr. Das Los entscheidet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner/Die Gewinnerin muss sich spätestens nach 7 Tagen nach Gewinnspielende auf meine Gewinn-Mail melden, sonst verfällt der Gewinn.

Ich hab im letzten Monat etwa 5x über Freiheit nachgedacht. Recht wenig im Vergleich zu sonst :)

Es kann leider nur einer das Buch gewinnen. Wer nun neugierig geworden ist (oder ein Exemplar ohne Anmerkungen haben möchte), kann beim Verlag selbst vorbeischauen, es kostet 16 Euro.

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12 Kommentare zu “‚Loslassen‘ von Katharina Finke – Rezension & Verlosung

  1. Hi Corinna,

    meine Teilnahme und das Gewinnen bei OutdoorMädchen Verlosungen hat ja schon Tradition, darum bin ich natürlich gerne wieder dabei :-) Bin eh gerade auf der Suche nach spannender Lektüre für den nächsten „Urlaub“.

    Eine genaue Zahl kann ich dir nicht liefern, aber gerade in den letzten Wochen war das Thema wieder sehr präsent. Ich habe den Luxus als Webentwickler und Online-Marketing Mensch von überall arbeiten zu können. Gleichzeitig habe ich das Glück bei einer modernen Agentur noch als 20 Stunden Angestellter entscheiden zu können, wann und wo ich arbeite. Ich bin also sowas wie ein „Halbtagsnomade“!? :-D In den letzten Tagen sind dazu ein paar Artikel entstanden. Wer sich dafür interessiert, kann mal nach „Udo Telaar + W&V“ googlen. Vielleicht ist so ein MixedModell auch für den ein oder anderen die richtige Wahl.

    So, ich hoffe, dass ich auch ohne konkrete Zahl in den Lostopf komme :-) Ansonsten sage ich einfach mal 42, was ja bekanntlich die Antwort auf alle Fragen ist!

    Viele Grüße
    Udo

    1. Gnihihihi, 42 ist immer eine gute Zahl. Absolut^^
      Oh cool, Halbtagsnomade klingt nach einem guten Modell. Hab Deinen Artikel direkt ergoogelt und gelesen. Vor allem in der IT kann ich mir das sehr gut vorstellen.
      Ich könnte mir auch vorstellen, iwann meine Stunden zu reduzieren, um mehr Zeit für draußen und das Outdoormädchen zu haben. Meine Sicherheit will ich dabei aber nicht hergebe. Hast n ziemlich gutes Modell!

      Lieben Gruß gen Norden!
      Corinna

  2. Eine tolle Rezension mit eigenen Gedanken, die sicher Lust auf das Buch macht – nur bei mir derzeit nicht, ich kommentiere deshalb hier, ohne dass ich das Buch gewinnen möchte. ;) Es ist gar nicht so – natürlich nicht -, dass mich das Thema nicht interessiert. Aber ich habe momentan zu viele Dinge im Kopf, um quasi auch noch die Aufgabe „dieses Buch lesen“ zu schaffen. Das hat wiederum wieder viel mit Loslassen zu tun, denn im Gegensatz zu vermutlich vielen anderen Reisebloggern liebe ich zwar das Reisen, aber umso mehr einen festen Ort in meinem Leben.
    Blöd, wenn der gerade nicht mehr so gefällt und ich leider nicht Krösus bin, um mir einfach einen schöneren Ort anzumieten oder die Umstände es nicht hergeben, etwas einfach zu verändern. Das ist also eher, womit ich gerade hadere, oder auch, wieviel „Loslassen“ ich im Alltag noch stemmen kann, nämlich das Loslassen meiner Vorstellungen, wie etwas sein soll, um mit dem, was ich derzeit um mich habe, eben doch zufrieden zu sein. Und ob das ganze vielleicht doch mit dem Älterwerden und der Frage „War’s das jetzt?“ zu tun hat.
    Wie oft habe ich also über diesen Begriff nachgedacht? In letzter Zeit jeden einzelnen Tag, er kommt sogar in meinem letzten Blogpost vor. Deshalb: Toller Titel fürs Buch, und danke fürs Teilen Deiner Gedanken. :)
    LG /inka

    1. Liebe Inka,
      ja, jedes Loslassen ist ein anderes. Und in der Blogosphäre geht es viel ums ‚zu Hause loslassen‘, aber grundlegenad glaube ich auch, dass es uns alle darum geht, davon loszulassen, was uns unzufrieden macht. Das suchen wir alle, um es dann loszulassen. Aber es ist verdammt nochmal nicht einfach und ich war erstaunt, wie viel das Buch in mir ausgelöst hat. Loslassen bezieht sich auf alle Lebenslagen und-formen. Ich möchte zufrieden sein, ich glaube, das ist das größte Los der ganzen Welt. Den suchen wir alle.
      Weißt Du, was mir bei so Gedanken wie bei Deinem Loslassen oft hilft? Französische Filme. Alle, die einfach Charaktergeschichten erzählen, vom eigenen Leben. Sie zeigen, dass das Leben an sich so lebenswert ist und es kein ‚das war’s‘ gibt. Vielleicht gefallen sie Dir: Madame Mallory und der Duft von Curry, Birnenkuchen und Lavendel, Monsieur Claude und seine Töchter, Unterwegs mit Jacqueline oder auch den amerikanischen Film ‚Mister Magorium’s Wunderladen‘. Das Leben ist einfach so – was spielt es da für eine Rolle, ob man finanziell alles stemmen kann? ;)
      Manchmal hilft das. Danke fürs Lesen meiner Gedanken

      LG, Corinna

  3. Ich befinde mich derzeit in einer Umbruchphase und beschäftige mich grad sehr viel mit diesem Thema. Deswegen wäre dieses Buch im wahrsten Sinn ein Gewinn 😍

  4. Ich beschäftige mit seit geraumer Zeit sehr viel mit dem Thema loslassen.
    Da ich sehr gerne in der Natur bin kommt oft der Gedanke beim gassi gehen oder so, jetzt einfach weiter und weiter und weiter laufen und schauen was passiert. Denke das werde ich auch bald einfach mal tun.
    Das Buch hört sich sehr interessant an und ich würde es gerne lesen !
    Wenn ich eine Zahl nennen soll wie oft ich letzten Monat drüber nachgedacht habe … fällt mir spontan die 87 ein. Wäre ja klasse wenn ich auch mal Glück habe 🍀

  5. Liebe Corinna,
    da mich die Themen „Loslassen“, „Sein lassen“, „Annehmen was ist“ und „Hingabe ans Leben“ zur Zeit sehr beschäftigen, würde ich mich über den Gewinn des Buches sehr freuen. :) Ich könnt ein paar Tipps zum Thema „Loslassen“ und „Freiheit“ dringen brauchen. ;)

  6. Ihr Lieben,
    MERCI füs Mitmachen. Per random.org hat das Los nun entschieden. Die liebe Bea bekommt mein Exemplar :D

    Ich wünsche euch allen sehr, dass ihr eure Freiheit findet und loslassen könnt!
    Eure Corinna

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