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Total banale Tipps für den nördlichen Gardasee – trotzdem gut

Gardasee. Loslassen, atmen, frei sein. Meinen ersten Urlaub an Italiens größtem See verbinde ich einfach mit so vielen schönen Momenten wie sanften Sonnenstrahlen, sämigen Eiskugeln und dem Geruch von ledernen Klettersteighandschuhen an meinen Händen, wagenradgroßen Pizzen, weißen strebsamen Segelbooten und frechen Enten. Und nun ging es wieder los für mich, hinein ins dolce vita, zurück zum See! Für euch nun meine Tipps, was ich auch gern schon vorher gewusst hätte, auch wenn es eigentlich total logisch und banal ist.

1.  Die Sonne und die Uferseiten

Als ich im März dort war, wurde es abends schnell kühl, ich habe jedem einzelnen verschwindenden Sonnenstrahl hinterhergeweint. Jetzt im Juni war ich dankbar, wenn endlich die Sonne übern Berg war, damit es wenigstens ein ganz kleines bisschen kühler würde.

Schaut man sich die Geographie an, dann ist es total logisch, aber ich hab mir da einfach nicht so viele Gedanken gemacht:

Wenn man auf der Seite des Monte Baldo residiert, also am östlichen Ufer, hat man bis lange am Abend Sonne. Die andere Seeseite liegt je nach Jahreszeit bereits ab nachmittags im Schatten, hat aber natürlich vormittags schneller Sonne. Logisch, dass man danach den Standort seines Basecamps auswählt.

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2. Der Wind

Oh ja, nicht umsonst sind super viele Wassersportler am Gardasee unterwegs. Da ist immer Wind. Immer. Mal mag man ihn (Sommer), mal nicht so sehr (eher Winter). Die Vögel kennen ihn schon und lassen sich mit den Böen einfach mitnehmen. Manchmal hatte ich trotzdem Schiss, gleich einen Spatzplatz im Gesicht zu haben. Hotels und Campingplätze direkt am See sind also auch immer windy. Wir waren etwas weg vom See, hatten daher leider weniger Wind jetzt im Juni, aber dafür auch weniger Menschenmassen vor der Tür.

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3. Der Aperol Spritz

 

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Dieses Getränk verkörpert für mich einfach la dolce vita und ist der Inbegriff von Sommer und Seligkeit! Man muss ihn trinken, wenn man in Italien ist! Eigentlich überall kriegt man diesen Drink, weil Italiener es einfach drauf haben.
Mein Geheimtipp: Ganz besonders genial, und auch Biker-freundlich, ist eine kleine Bar direkt an der Serpentinenstraße runter nach Torbole, die Bar Sesto Grado! Google-Maps kennt den Laden schon, ich kann ihn echt nur empfehlen. Zum Spritz gibt es natürlich immer was zu Knabbern und die Ciabatta sind auch herrlich.


 

4. Die Reisezeit

Immer am liebsten! (Das hab ich geschrieben, bevor ich im Sommer da war… hrhr, wie naiv) Möchte man die perfekte Zeit für alles erwischen, was outdoor angeht, so würde ich den späten Frühling oder frühen Herbst empfehlen, eigentlich banal, da logisch. Mitten im Sommer ist es dort verdammt warm und außerdem echt voll, wenn die Italiener selber alle Urlaub haben. Die angekündigten 30 – 35 Grad fühlen sich auch exakt so an. Übel warm! Hömma, irgendwie dachte ich, dass ich es trotzdem gut aushalten könnte. Pustekuchen. Ich wollte teils nicht mehr die direkte Sonne auf mir spüren. Erst nach einem Sprung in den wundervollen See war es wieder okay und nachdem der Gelato-Pegel dann wieder auf ein gesundes Maß gebracht wurde, konnte ich wieder klarer denken.
Überrascht war ich, dass auf den Klettersteigen im Juni weniger los war als im März. Ähm ja… ist ja auch logisch, denn im Sommer ist es echt zu warm dort. Uns hat es trotzdem nicht abgehalten, denn geschwitzt hat man immer. Wir haben einfach Ferratas rausgesucht, die viel unterm Blätterdach entlanggehen.

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Sonnenuntergang

 

5. Das Schwimmen

Dazu braucht es einen banalen Tipp? Echt jetzt? Haha, dann seid ihr genauso naiv wie ich. Denn einfach nur los mit Bikini und Handtuch war eine fakiristische(whaaaat?) Erfahrung für mich. Das Wasser im Gardasee ist wunderschön und klar und erfrischend und so. Aber bis dahin muss man ja erstmal kommen, übers Ufer also. Hier am nördlichen Ufer ist aber kein Sand oder so Luxuskram. Hier sind Kiesel, oder wie meine Füße sie nennen würden: scharfkantige Todes-Felsen! 
Holla, bei jedem Schritt ins Wasser taten meine zarten Outdoormädchenfüße weh. Man sah genau am Ufer, wer schon ‚erfahren‘ war und wer nicht. Es war ein Catwalk an Badelatschen, Neoprenschuhen, Crocs und Flip Flops… oder auch nicht wie in meinem Fall. Beim nächsten Mal nehme ich auf jeden Fall meine wasserfesten Sandalen mit.

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6. Die Pausetage

Pausetage, sind die auch banal? Ja, irgendiwe schon, denn es gibt schon Millionen Posts über die tollsten, bekanntesten und socialwirksamsten MustSees am Gardasee. Hier jetzt also noch mein Sermon.
Es sind bei mir einfach die Tage, an denen ich keine große Tour plane, ausschlafe und nur der ein oder andere Spaziergang drin ist. Hier ein paar Ideen für eher gemütlichere Tage:

  • Den gemütlichen Panoramasteig Busatte Tempesta bei Torbole laufen
  • In einer Agritur essen, alles von Mamma quasi: Agriturismo
  • Wochenmärkte besuchen und Touris beobachten
  • Sightseeing in Verona (1h mit dem Auto) / Venedig 2 Stunden mit der Bahn ab Rovereto
  • Heller Garden besuchen – das muss eine wunderschöne Parkanlage sein
  • Bei Regen: Uli hat einige spannende Tipps zusammengestellt: Was tun am Gardasee bei Regen
  • eine kleine Paddeltour machen, wie z.B. Martin: zur Mündung des Ponale, entlang eines tollen Lost Places
  • Den kürzesten Fluss der Welt vermessen
  • Für die ganz Harten unter euch: ans südliche Ufer fahren und Espresso trinken
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schwimmen, surfen und gammeln geht immer (Foto in Riva entstanden)
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Auf dem Bussate Tempesta
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Immer schön den Gelato-Spiegel auf einem guten Level halten

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2 Kommentare zu “Total banale Tipps für den nördlichen Gardasee – trotzdem gut

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