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Die kleinste Outdoor-Waschmaschine der Welt: Schrubb ma‘ mit dem Wash Bag von Scrubba

Beim Trekking wird das Waschen von Kleidung irgendwann zu einem zentralen Thema. Nach mehreren Tagen auf Tour merkt man langsam den Unterschied zwischen sich selbst und den Tagestouristen. Die riechen immer so frisch und gut und man selber… na ja. Was also tun?

Ausgerüstet mit umweltfreundlicher Outdoor-Seife habe ich unterwegs schon viel gewaschen. Richtig dufte ist es nie geworden, aber zumindest war’s nicht mehr so dreckig… Nervig ist es allerdings, dass man keine gescheite Möglichkeit hat, die Wäsche wirklich einmal durchzurubbeln. Denn mit der Hand bekommt man wirklich nur die dreckigsten Stellen wieder einigermaßen sauber. Und hier kommt der Wash Bag von Scrubba ins Spiel.

Saubere Wäsche auf langen Touren

Wenn ich eine Woche oder mehr unterwegs bin und keine Möglichkeiten habe, zu waschen, ist dieses kompakte Waschbrett absolut empfehlenswert. Es lässt sich unterwegs als Packsack benutzen oder platt im Rucksack verstauen. Platzverlust ist also gleich Null. Zudem wiegt der Bag auch nur 140g, sodass er so gut wie unsichtbar ist.
Grafiken für die richtige Befüllung

Erfahrung mit dem Wash Bag

Der grüne Packsack wird über einen Rollverschluss geschlossen, damit das Wasser nicht ausläuft, wenn man wäscht. Damit man trotzdem mitbekommt, was man gerade schrubbt, ist ein großes Fenster eingelassen worden. Der eigentliche Schrubbvorgang funktioniert über eine integrierte Noppenmatte auf einer der Innenseiten. Klugerweise ist zudem die äußere Seite der ‚Schrubbseite‘ rutschfest, sodass man sich nicht über eine rutschende Waschmaschine ärgern muss.
Zuerst füllt man also Wasser (je nach Waschmittel funktioniert es sowohl mit kaltem, als auch mit warmem) ein – kleine Zeichnungen auf dem Bag zeigen einem, wie viel Wäsche und wie viel Wasser die perfekte Kombination ergeben, um die Kleidung gut sauber zu bekommen. Sehr praktisch, dass das aufgedruckt ist, so ist man nie unsicher [1 Paar Socken, 1 Unterhose, 1 Shirt (kleine Wäsche); 2 Paar Socken, 2 Unterhosen, 2 Shirts (große Wäsche)].
Dann rollt man die Öffnung einfach zusammen und klickt sie zu. Und jetzt kommt der Clou: um die Luft abzulassen, die sich noch überflüssigerweise im Innern befindet, gibt es ein Ventil, mit dem man den Wash Bag entlüften kann. Hier wurde wirklich mitgedacht!
Details des Wash Bag
Luft ablassen und los geht’s
Jetzt noch ordentlich schrubben, zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten ist die empfohlene Waschzeit angegeben. Und sauber geworden sind – für eine kleine Füllung – meine abgezippten Hosenbeine, mein Outdoorhandtuch und ein Shirt. Es hat wunderbar funktioniert und ist im Gegensatz zur reinen Handwäsche viel umfassender, schließlich werden nicht nur die wirklich dreckigen Stellen gereinigt. Nur ein Versprechen konnte der Wash Bag nicht halten: das Material ist wasserdicht, ja, aber ich empfehle trotzdem, draußen zu waschen – der Verschluss und das Ventil waren nicht komplett dicht.
Dank der Schrubbnoppen wird alles gut durchgewalkt
Aber hey, der Wasserverlust hält sich in Grenzen und die Wäsche war ratzfatz sauber! Zuletzt noch einmal frisches Wasser einfüllen, um die Wäsche gut zu spülen.
Tipp:Einfach die Wäsche im Bag drin behalten, ihn öffnen und mit der Hand eine kleine Öffnung um den Bag bilden, dann umdrehen und das Wasser herausfließen lassen. Wenn die Öffnung klein genug ist, fällt auch keine Wäsche heraus. Das hat den Vorteil, dass man sie nirgends zwischenlagern muss, wo es eventuell dreckig ist.
Oh, die Wäsche war wohl dringend nötig
Zum Trocknen habe ich mir dann nur noch ein schön sonniges Gebüsch gesucht und dem Wind die nasse Kleidung zum Trocknen überlassen. Den Wash Bag kann man wunderbar umstülpen und dazu hängen.

Mein Fazit: super Geschenk-Idee

Dieser Bag hat mich schon überzeugt, auch wenn er einen stolzen Preis von fast 60€ hat. Die Idee und die Umsetzung sind sehr gelungen. Dass er nicht ganz dicht ist, ist ein kleines Manko, stört mich aber nicht wirklich. Zuerst habe ich mich nicht richtig getraut, ordentlich zu schrubben. Man hat das Gefühl, dass man den Packsack doch aus Versehen auf Steinchen gelegt hat – dabei sind das die Schrubb-Noppen.
Also nicht irritieren lassen und weiter waschen. Das Wasser färbt sich schnell sumpfig und man sieht richtig den Erfolg des Waschbretts to-go. Das ‚Beobachtungsfenster‘ ist super, um auch einschätzen zu können, wo noch etwas Schrubbarbeit nötig ist. Insgesamt ist der Wash Bag größer, als erwartet – bis 6L fasst er. Finde ich super, denn 3 Socken kann man schließlich auch mit der Hand waschen.
Als Geschenk-Idee für Outdoor-Begeisterte kann ich ihn wirklich empfehlen und auch, wenn man länger draußen unterwegs ist; ohne Zivilisation und so ’nem Quatsch.
schön trocknen lassen

Details

Material: PU-Kunststoff
Gewicht:
140g
Preis:
59,95€, gerade bei Vamadu im Angebot für 57,70€
Fassungsvermögen (Liter):
3-6 Liter Wasser
Fassungsvermögen (Kleidung):
1 Paar Socken, 1 Unterhose, 1 Shirt (kleine Wäsche); 2 Paar Socken, 2 Unterhosen, 2 Shirts (große Wäsche)
Vielen Dank an den Webshop Vamadu.de für die Bereitstellung des Wash Bags.

6 Kommentare zu “Die kleinste Outdoor-Waschmaschine der Welt: Schrubb ma‘ mit dem Wash Bag von Scrubba

  1. Ich glaub, das wünsch ich mir echt mal zum Geburtstag!
    Klingt doof, aber selbst wenn man eine feste Homebase hat (ohne Waschmaschine) dann ist das Ding sicher Gold wert! Beispielsweise hätten wir das sicher während des Pyrenäenurlaubs gut gebrauchen können.

    Das ist outdoortauglich. Und sicher auch absolut indoortauglich!

    DAS IST FÜR MICH D E R TESTBERICHT 2015! :-D

  2. Ich vermute ja, dass man selber den Unterschied zwischen sich und den Tagestouristen nicht so merkt ;-)
    Und wieder ein neues Wort gelernt: „Schrubbnoppen“ kannte ich noch nicht, aber die machen wohl den Unterschied zwischen einem normalen Packsack und dem Wash Bag aus. Eigentlich finde ich es auch eine klasse Idee. Aber 60 Euro, puh, das ist happig.
    Ich fürchte, da werde ich auf den nächsten Touren doch weiterhin Tagestouristen erschrecken.

  3. Hey, das ist ja cool. So kann ich mich auf langen Touren doch mit gutem Gewissen den Tagestouristen nähern.

    Solche Tipps nimmt Outdoorjunge von Outdoormädchen gerne an.

    Gruss Simon

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