„Guck nicht so doof“ oder wie eine Lama-Wanderung mich beeindruckt hat

Wir zwei haben uns schon gut verstanden, Sabeli und ich. Das Lama und ich.

Ich hatte zwar die Zügel in der Hand, das Wolltier aber definitiv das Ziel vor Augen und dann krieg mal ein Lama dazu, sich zu bewegen, wenn es nicht will.

Outdoor zum Junggesellinnenabschied – da muss ein Lama einfach dabei sein

Wie es dazu kam, dass ich Lamas führen und knuddeln konnte? Auf der Suche nach einer spannenden Wander-Aktion für einen Junggesellinnenabschied stand diese Idee einfach mal so im Raum. Ich hatte schon öfter vom Lama-Trekking gehört, aber mich selbst noch nie getraut. Diese Viecher sind ja mal ein ganz anderes Kaliber als ein Eselchen oder so. Der Anlass war perfekt. Also ab nach NRW ins Bergische Land zum Balsamhof und Lamas beschnuppern.

Alpaka-Trekking
Das kleine Alpaka Cyrus mit seinen goldigen Zähnchen

 

Ich als Lamaflüsterin: das richtige Verhalten gegenüber flauschigen Wolltieren

Bevor wir auf die Lamas und das Alpaka Cyrus losgelassen wurden, galt es zunächst, sich mit den Lama-Gepflogenheiten vertraut zu machen. Wie sind die Tiere überhaupt drauf? Welche Gesten beunruhigen sie und wo werden sie gern gestreichelt? Und wie hoch ist die Gefahr, angespuckt zu werden?
Alles Wissenswerte darüber haben uns Bernd und Sandra uns erzählt. Das, was ich davon behalten habe, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Aufgepasst, los geht’s!

1.      Lamas sind sehr neugierige Tiere. Lasst sie einfach an euch heran und weicht nicht zurück.
2.      Wenn sich ein Lama in seiner Privatsphäre bedrängt fühlt, legt es die Ohren an.
3.      Wenn es allerdings kaut, sind die Ohren immer angelegt – anatomisch geht das nicht anders… lasst euch davon nicht verunsichern.
4.      Fühlen sich Lamas sehr bedroht, fangen sie an zu rülpsen.

5.      Deswegen checken sie Menschen auch immer ab, indem sie einem vor dem Gesicht herumschnuppern. Einfach anhauchen – kein Mensch kann so aus dem Mund riechen, wie ein rülpsendes Lama!

Gras im Maul und der Blick in der Ferne: das ist Lama-Wellness

 

6.      Lamas führt man am Zügel beim Wandern. Achte darauf, dass die Zügel nie komplett vom Lama getragen werden. Das sind immerhin 7kg, die ihm dann auf die Nase drücken.
7.      Lamas sind super aufmerksame Tiere, erschreckst du dich, macht auch das Lama einen Hopser (wodurch ich mich natürlich noch einmal erschreckt hab).
8.      Am Hals werden sie am liebsten gekrault.
9.      Und am besten mit der Handaußenfläche, dadurch entsteht beim Lama nie das ‚Zugreif‘-Gefühl.

10.  Lamas spucken u.a., wenn sie ihr Futter vor den anderen Tieren markieren wollen. Das ist der Grund, warum im Streichelzoo regelmäßig von den frechen Lamas erzählt wird. Zielen ist halt nicht so deren größte Spezialität.

Wieder zu Hause im Stall, also erstmal doof gucken

 

Im Hofladen kann man von jedem Lama wohlig weiche Wolle zu erwerben
Sabeli und ich – ein Dreamteam. Das Lama macht, was es will und ich schmachte es an. Perfekt, oder?! Die Wanderung war nicht anstrengend, vielmehr geht es hierbei ja um das Lama-Erlebnis und das war absolut einmalig.
Später gab es für uns Mädels noch selbst gemachtes Andenbrot, hausgemachte Dips und Würstchen vom Metzger aus dem Dorf. Super schön und urig.
Wer sich also nicht nur im Zoo von Lamas anspucken lassen möchte, dem lege ich so eine Lama-Wanderung wirklich ans Herz.

P.S.: Der Braut hat es super gut gefallen und sie ist mittlerweile glücklich verheiratet!

Trittsicher und verfressen – sehr sympathisch!

 

3 Kommentare zu “„Guck nicht so doof“ oder wie eine Lama-Wanderung mich beeindruckt hat

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